Die University of Notre Dame hat angekündigt, dass sie ab dem Studienjahr 2026/27 die Studiengebühren für Familien mit einem Jahreseinkommen von weniger als 150.000 USD übernehmen wird. Diese Maßnahme ist Teil der Initiative "Pathways to Notre Dame" und soll die finanzielle Belastung für einkommensschwächere Haushalte reduzieren.
Erweiterte finanzielle Unterstützung
Zusätzlich zu der kostenfreien Studiengebühr für Familien mit einem Einkommen unter 150.000 USD bietet die Universität auch Unterstützung für Haushalte mit einem Einkommen über dieser Schwelle. Familien mit einem jährlichen Einkommen zwischen 150.000 USD und 200.000 USD erhalten finanzielle Beihilfen, die die Hälfte der Studiengebühren abdecken.
Für Studierende aus Familien mit einem Einkommen unter 60.000 USD wird das Unterstützungspaket noch weiter ausgebaut. Diese Familien profitieren von einer Förderung, die nicht nur die Studiengebühren, sondern auch Gebühren, Unterkunft und Verpflegung abdeckt.
Laut der Webseite zur Studienfinanzierung der Universität belaufen sich die durchschnittlichen Studiengebühren und Gebühren für das Studienjahr 2026/27 auf 69.794 USD. Die geschätzten Gesamtkosten, einschließlich Unterkunft, Verpflegung und weiterer Ausgaben, betragen 91.986 USD.
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Ziel der Initiative
Die Initiative "Pathways to Notre Dame" wurde erstmals im September 2024 von Universitätspräsident Reverend Robert A. Dowd während seiner Antrittsrede ins Leben gerufen. Dowd betonte in einer Pressemitteilung, dass die neuen Maßnahmen die Verpflichtung der Universität reflektieren, eine Notre-Dame-Ausbildung für Studierende aller sozioökonomischen Hintergründe zugänglich zu machen.
"Dieser Schritt zeigt unser langfristiges Engagement, sicherzustellen, dass die Kosten niemals eine Barriere für den Zugang zu unserer Gemeinschaft des Lernens darstellen", sagte Dowd. "Indem wir das Programm ‚Pathways to Notre Dame‘ erweitern, machen wir deutliche Fortschritte, um eine Notre-Dame-Ausbildung erschwinglicher zu machen. Wir haben keinen Zweifel, dass die Studierenden, die durch dieses Programm zu uns kommen, unsere Gemeinschaft in jeder Hinsicht bereichern werden."
Micki Kidder, Vizepräsidentin für das Bachelor-Studium, fügte hinzu, dass die neuen Einkommensgrenzen Familien die Klarheit geben, die sie benötigen, um besser planen zu können. "Ich bin dankbar, dass Notre Dame das Programm ‚Pathways to Notre Dame‘ ausbaut", sagte Kidder. "Mit dieser Ankündigung bekräftigen wir unser unerschütterliches Engagement, sicherzustellen, dass die Kosten niemals eine Barriere zwischen talentierten Studierenden und einer Ausbildung an der Universität Notre Dame darstellen."
Notre Dame reiht sich in eine wachsende Liste ein
Die Universität von Notre Dame schließt sich mit dieser Maßnahme einer wachsenden Zahl von Hochschulen an, die einkommensbasierten Studiengebührenverzicht anbieten. Laut einem Bericht der New York Times vom Januar 2026 bieten über 100 Hochschulen – darunter staatliche Einrichtungen und renommierte private Universitäten – kostenfreie Studiengebühren für Haushalte mit niedrigem Einkommen an.
Zu den Institutionen, die ähnliche Programme gestartet haben, gehören Yale University und Harvard University. Yale kündigte an, ab Herbst 2026 Studiengebühren für Familien mit einem Einkommen unter 200.000 USD zu streichen. Harvard hatte bereits im Vorjahr angekündigt, die Schwelle für kostenfreie Studiengebühren von 85.000 USD auf 200.000 USD anzuheben. Andere Universitäten wie die Brown University, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die New York University bieten ebenfalls ähnliche Unterstützungsmöglichkeiten an.
Mit ihrer Initiative setzt die University of Notre Dame ein klares Zeichen für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem und zeigt, dass der Zugang zu erstklassiger Bildung nicht allein vom Einkommen abhängen muss.